Betriebliche Altersvorsorge:
Das Wichtigste für den Arbeitgeber

Erfahre alles über die neuesten Änderungen 2022 und auf was du als Arbeitgeber besonders achten solltest

Von der Beratung der Mitarbeiter bis zur Vertragsprüfung.
Diese Kunden müssen sich nie wieder um die Verwaltung der bAV kümmern.

Inhalt dieser Seite

Neuerungen zur bAV 2022

  • Der verpflichtende Arbeitgeberzuschuss von 15 % muss jetzt auch für alle vor dem 01.01.2019 abgeschlossenen Verträge gezahlt werden
  • Der steuer und sozialversicherungsfreie Umwandlungsbetrag beträgt 282 € monatlich (4 % der Beitragsbemessungsgrenze)
  • Der maximale steuerfreie Umwandlungsbetrag beträgt 564 € monatlich (8 % der Beitragsbemessungsgrenze)
  • In 2022 sind erstmals Verträge mit weniger als 100 % Beitragsgarantie abschließbar

Das Wichtigste in Kürze

  • Aufgrund der Bruttolohnfinanzierung und der Förderung des Arbeitgebers ist die betriebliche Altersvorsorge die attraktivste auf dem Markt
  • Als Arbeitgeber in Deutschland ist man verpflichtet, seinen Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten, die Höhe der Förderung kann variieren
  • Eine betriebliche Altersvorsorge ist für den Arbeitgeber sehr kostengünstig bis kostenlos
  • Seit 2022 muss auch auf Altverträge die gesetzlich vorgeschriebene Förderung gezahlt werden
  • Die Verwaltung der betrieblichen Altersvorsorge kann sehr mühsam sein, wir nehmen dir diese Arbeit ab

Pflicht zur umfassenden Information

Muss der Arbeitgeber über betriebliche Altersvorsorge informieren?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, über Umfang, Höhe und Bedingungen der von ihm gewährten Leistungen der betrieblichen Altersversorgung schriftlich zu informieren.

Er ist in diesem Zusammenhang auch verpflichtet, auf die Möglichkeit der Entgeltumwandlung als Voraussetzung für die Gewährung des Aufstockungsbetrages hinzuweisen.

Aufstockungsbetrag = verpflichtender Arbeitgeberzuschuss von 15 %

Kann der Arbeitgeber betriebliche Altersvorsorge ablehnen?

Der Arbeitgeber kann die betriebliche Altersvorsorge als solches nicht ablehnen. Er ist aber dennoch nicht verpflichtet Fremdverträge jeglicher Art zu übernehmen.

Arbeitgeber sollten bereits bestehende Verträge grundsätzlich immer von einem Versicherungsmakler prüfen lassen, um ihr Haftungsrisiko zu minimieren.

Ist der Arbeitgeber verpflichtet Direktversicherung zu übernehmen?

Nein, das muss er nicht und das sollte er auch nicht ohne weiteres tun.

Er ist verpflichtet dem Arbeitnehmer eine Direktversicherung zu ermöglichen, den Anbieter kann und sollte sich der Arbeitgeber allerdings selbst aussuchen, um ein Haftungsrisiko zu minimieren.

Lohnt sich eine betriebliche Altersvorsorge für meine Arbeitnehmer?

Das Thema Altersarmut ist ja mittlerweile in aller Munde und die meisten Arbeitnehmer wissen, dass die gesetzliche Rentenversicherung nicht mehr ausreichen wird.

Das weiß die Regierung natürlich auch und hat deshalb diverse Förderprogramme geschaffen. Bei der betrieblichen Altersvorsorge liegt der größte Vorteil in der Bruttolohnfinanzierung und der Förderung des Arbeitgebers.

Der Mitarbeiter kann also mit einem verhältnismäßig geringem monatlichen Beitrag eine beträchtliche Zusatzrente aufbauen. Auch hier gilt natürlich, je früher man anfängt zu sparen, desto höher ist die zu erwartende Rente.

Ein Mitarbeiter, der z. B. mit 27 Jahren anfängt über den Arbeitgeber vorzusorgen und auf 55 € Netto verzichtet, hätte mit 67 eine monatliche Zusatzrente von 388,73 € zu erwarten.

Annahme: Steuerklasse 1, 5 % Wertentwicklung im MSCI World ETF, 20 % Arbeitgeberförderung

Ist man als Arbeitgeber verpflichtet betriebliche Altersvorsorge anzubieten?

Um es kurzzufassen: Ja, als Arbeitgeber ist man verpflichtet seinen Arbeitnehmern die sogenannte Entgeltumwandlung* zu ermöglichen und außerdem die Sozialversicherungsersparnisse* weiterzugeben.

Die Höhe beläuft sich hierbei auf 15 % des Arbeitnehmerbeitrags, den sog. Umwandlungsbetrag. Sollten sich allerdings aufgrund der Höhe des Einkommens keine Ersparnisse ergeben, so muss auch nichts weitergegeben werden.

* Entgeltumwandlung

Bei der Entgeltumwandlung verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Bruttogehaltes und zahlt diesen stattdessen über den Arbeitgeber in eine betriebliche Altersvorsorge ein.

* Sozialversicherungsersparnisse

Der Arbeitgeber zahlt für den Arbeitnehmer ca. die Hälfte der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), gesetzliche Rentenversicherung (GRV), Arbeitslosenversicherung (AV) und Pflegeversicherung (PV).

Wird das Bruttogehalt also durch eine bAV verringert, so entstehen Ersparnisse für den Arbeitgeber.

Was kostet eine bAV den Arbeitgeber?

Der verpflichtende Arbeitgeberzuschuss (Stand 2022) liegt bei 15 %, insofern Sozialversicherungsbeiträge gespart werden.

Wann sparst du als Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge und wie hoch sind diese?

Bei allen Arbeitnehmern, die unter 4.837,50 € verdienen, spart der Arbeitgeber 19,32 % des Arbeitnehmerbeitrags. Bei allen Arbeitnehmern, die zwischen 4837,50 € und 7050 € verdienen sind es 10,5 %. Und oberhalb von 7050 € liegt die Ersparnis bei 0 %.

Um das Ganze etwas besser zu verstehen, hier ein paar Beispiele:

Annahme:

Der Mitarbeiter wandelt 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG)* um, also 284 € monatlich inkl. Zuschuss (Stand 2021)

Bei einer Förderung von 15 % ergibt sich hier bei allen Mitarbeitern die unterhalb der BBG (58.050 € Stand 2021) verdienen eine Sozialversicherungsersparnis von 128,17 € pro Arbeitnehmer und Jahr.

Bei einer Förderung von 20 % (das ist die Höhe, die aktuell am gängigsten ist) ergeben sich hier bei allen Mitarbeitern, die unterhalb der BBG (58.050 € Stand 2021) verdienen Mehrkosten in Höhe von 19,17 € pro Arbeitnehmer und Jahr.

Bei einer Förderung von 25 % (ab der Höhe grenzt man sich schon deutlich von anderen Arbeitgebern ab) ergeben sich hier bei allen Mitarbeitern, die unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze (58.050 € Stand 2021) verdienen Mehrkosten in Höhe von 154,72 € pro Arbeitnehmer und Jahr.

Alles in allem also eine sehr kostengünstige Möglichkeit, seinen Mitarbeitern einen Mehrwert zu bieten.

* Beitragsbemessungsgrenze

Die BBG ist eine wichtige Rechengröße im Sozialrecht. Sie bestimmt den Maximalbeitrag, den ein Arbeitnehmer in die gesetzliche Krankenversicherung zu zahlen hat.

Jährlich wird die BBG an die Bruttolohnentwicklung der Arbeitnehmer angepasst und ist somit auch für die betriebliche Altersvorsorge der Richtwert für die Umwandlungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer.

Kann der Arbeitgeber die bAV komplett übernehmen?

Ja, um die Attraktivität des Unternehmens zu erhöhen, gute Mitarbeiter zu finden und diese zu halten, entscheiden sich einige Unternehmen für eine rein arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge.

Gut zu wissen:

  • Du kannst diesen Benefit z.B. ausschließlich für Schlüsselpositionen oder bestimmte Abteilungen anbieten
  • Die Beiträge sind Sozialversicherungsfrei
  • Die Beiträge sind als Betriebsausgaben abzugsfähig

Zusätzlich haben die Mitarbeiter weiterhin die Möglichkeit, die Entgeltumwandlung zu nutzen.

Das passiert bei einem Arbeitgeberwechsel

Oft kann es vorkommen, dass ein neuer Mitarbeiter bereits eine betriebliche Altersvorsorge hat und diese gerne bei euch fortführen möchte. Das stellt grundsätzlich kein Problem dar, man sollte nur auf ein paar Dinge acht geben.

Seit 2005 haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Portabilität. Das bedeutet, dass er das Guthaben zum neuen Arbeitgeber mitnehmen und in einen neuen Vertrag übertragen darf.

Eine Übernahme des Vertrages ist allerdings in den meisten Fällen einfacher zu handhaben. Du solltest vor allem bei Pensionskassen vorher deinen Versicherungsmakler fragen, da diese ein erhöhtes Haftungsrisiko für den Arbeitgeber bedeuten können.

Wir übernehmen den kompletten Verwaltungsaufwand der betrieblichen Altersvorsorge

  • Entlaste die HR- und Lohnabteilung
    Wir übernehmen alle Anfragen der Mitarbeiter und informieren transparent sowie unabhängig zu allen Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge
  • Spare Verwaltungskosten
    Wir vermeiden zusätzliche Kosten durch Korrekturen der Entgeltabrechnungen und bereiten sämtliche Änderungen für deine Lohnabteilung vor
  • Papierlos glücklich
    100 % digital, alle Dokumente werden automatisch in unserer App für dich gespeichert
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    Wir erstellen Infomaterial und Präsentationen in deinem Design und mit deinem Logo
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Kundenstimmen

Sehr kompetente Beratung. Freundliche und zuvorkommende Mitarbeiter. Alle zusagen wurden eingehalten. Ist sehr zu empfehlen.
Linda Krämer
/
Dank der sehr guten Beratung und Betreuung konnten wir eine Menge einsparen. Sehr gutes Angebote und bei Neuheiten werden wir stets proaktiv auf dem Laufenden gehalten. Wir sind sehr zufrieden.
Claus Clemens
/
Transparente Beratung auch mal zu flexiblen Zeiten. Bei Unklarheiten im Schadensfall immer unterstützend zur Seite.
Alisa Redlich
/

Das Thema bAV ist umfangreich und kompliziert

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Keine Überraschungen, kein nerviger Papierkram.

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