Wann lohnt sich die Öffnungsaktion/Öffnungsklausel in der PKV für Beamte?

Beamte sind mehrheitlich durch eine private Krankenversicherung sowie durch die Beihilfe versichert. Dabei spielt die Öffnungsaktion für Beamte eine wichtige Rolle. Was ist das und für wen lohnt es sich? Genau das klären wir im Folgenden. 🙂

mann denkt über die öffnungsaktion nach

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Öffnungsaktion ermöglicht einen leichteren Zugang zu einer privaten Krankenversicherung für Beamtenanfänger und Beamtenanwärter.
  • Beamte, die schwere Vorerkrankungen oder Behinderungen haben (Risikozulagen oder Gefahr abgelehnt zu werden) können dadurch trotzdem privat versichert werden.
  • Auch Angehörige können durch das Öffnungsangebot der PKV leichter privatversichert werden.
  • Einige Bundesländer versuchen Beamtenanwärter von der GKV in Kombination mit der pauschalen Beihilfe zu überzeugen.

Welche PKV bietet die Öffnungsklausel?

Viele der großen Versicherungen sind Teil der PKV Öffnungsaktion. Dazu gehören die teilnehmenden Versicherungsunternehmen wie Allianz, Bayerische, DBV, Debeka, DKV, Generali, Hallesche und viele weitere.

Bevor du also eine PKV als Beamter abschließt, solltest du klären, ob der Versicherer die Öffnungsklausel anbietet oder nicht und welche Versicherungsbedingungen die besten für dich sind.

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Wer hat Anspruch auf die Öffnungsaktion für Beamte?

Anspruch haben alle Personen, die innerhalb der letzten 6 Monate verbeamtet wurden und eine Krankenversicherung beantragt haben. Beginn der Frist ist das Datum auf der Ernennungsurkunde des Beamten.

Das heißt, es spricht vor allem Beamtenanfänger, Beamtenanwärter und Referendare an.

Eine weitere Teilnahmevoraussetzung ist, dass es sich um den ersten Antrag bzw. eine erstmalige Absicherung in der PKV handelt.

Beamte auf Widerruf

Beamte auf Widerruf sind Personen, die sich noch in der Ausbildung befinden. Sie haben also noch keinen offiziellen Beamtenstatus, befinden sich aber in der Beamtenlaufbahn.

Beamte auf Probe

Auch Beamte auf Probe haben die Möglichkeit, sich mit der Öffnungsaktion leichter versichern zu lassen. Man spricht hier von Beamten, die ihre Ausbildung sowie ihren Vorbereitungsdienst abgeschlossen haben und sich noch in der Probezeit befinden.

Des Weiteren gehören Beamte auf Zeit und Beamte auf Lebenszeit dazu.

Grundsätzlich haben also alle Beamte die Möglichkeit, wenn sie Beihilfeanspruch laut der Beihilfevorschriften des Bundes oder eines Landes haben.

Kommt man als Beamter aus der privaten Krankenversicherung heraus?

Grundsätzlich gibt es nur eine Möglichkeit, von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Um aus der privaten Krankenversicherung heraus zu kommen, muss man seinen Beamtentitel aufgeben.

In den meisten Fällen macht es wenig Sinn, die private Krankenversicherung zu verlassen. In der freiwillig gesetzlichen KV würden sehr hohe Beiträge auf dich warten und Zahlungen der Beihilfe würden zumeist entfallen. Auch der Dienstherr übernimmt keine Anteile der Versicherungskosten.

Was ist durch die Öffnungsklausel nicht versicherbar?

Die Leistungen aus dem Beihilfeergänzungstarif werden durch den Zugang der Öffnungsaktion nicht mitversichert.

Dazu zählen unter anderem:

  • Auslandsreise-KV
    Da die Beihilfe im Ausland nur stark eingeschränkt leistet, ist eine zusätzliche Absicherung über einen Beihilfeergänzungstarif oder alternativ eine Auslandsreise-Krankenversicherung sinnvoll.
  • Ausland: Rücktransport / Überführung
    Tritt ein Versicherungsfall im Ausland ein, werden die Kosten häufig nicht durch die Beihilfe erstattet. Daher sollten die Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport / Überführung im Todesfall über die private KV (Beihilfergänzungstarif/Auslandsreise-KV) abgesichert werden.
  • Heilpraktiker, bis zu den Höchstsätzen der GOÄ/des GebüH
    Sofern die Beihilfe nicht alle Kosten für Behandlungen durch Heilpraktiker übernimmt, kann ein Beihilfeergänzungstarif diese Lücke schließen.
  • Erstattung nicht beihilfefähiger Hilfsmittel u./o. keine Begrenzung auf beihilfefähige Höhe
    Die Beihilfe übernimmt nicht jedes Hilfsmittel bzw. sieht für bestimmte Hilfsmittel Höchstbeträge vor. Ein Beihilfeergänzungstarif kann Lücken im Versicherungsschutz schließen.
  • Sehhilfen
    Sofern die Beihilfe nicht alle Kosten für Sehhilfen übernimmt, kann ein Beihilfeergänzungstarif diese Lücke schließen.
  • Schutzimpfungen
    Sofern die Beihilfe nicht alle Kosten für Schutzimpfungen übernimmt, kann ein Beihilfeergänzungstarif diese Lücke schließen.
  • Kuren ambulant (VR bietet ggf. gesonderten Kurtarif an)
    Sofern die Beihilfe keine/nicht alle Kosten für ambulante Kuren übernimmt, kann ein Beihilfeergänzungstarif diese Lücke schließen.
  • Differenzkosten 1-Bettzimmer (zu 2-Bettzimmer)
    Da die Beihilfe keine Kosten für das 1-Bettzimmer übernimmt, kann ein Beihilfeergänzungstarif diese Lücke schließen.
  • GOÄ stationär > 3,5 fach
    Die Beihilfe leistet in der Regel bei Überschreiten des Höchstsatzes (Honorarvereinbarung) nicht.
  • Kuren stationär (VR bietet ggf. gesonderten Kurtarif an)
    Sofern die Beihilfe keine/nicht alle Kosten für stationäre Kuren übernimmt, kann ein Beihilfeergänzungstarif diese Lücke schließen.
  • Zahn: Restkosten Material-/Laborkosten
    Zahntechnische Leistungen (Matarial- und Laborkosten) sind nicht in voller Höhe beihilfefähig.

Was ist die pauschale Beihilfe?

Die pauschale Beihilfe kann in Kombination mit der gesetzlichen Krankenversicherung genutzt werden und soll die Wahlmöglichkeit für Beamte stärken, da sich bisher die meisten Beamten für eine PKV entscheiden, weil die Leistungen der GKV nicht mit der staatlichen Beihilfe vereinbar sind.

Die Pauschale Beihilfe lohnt sich rein finanziell betrachtet für Beamte mit niedriger Besoldungsgruppe (<A10), Beamte mit dem Interesse überwiegend in Teilzeit tätig sein zu wollen und Beamte mit absehbar geringen Einkünften als Pensionäre.

Hinweis: Das ist lediglich die finanzielle Betrachtung, die den Umfang des Versicherungsschutzes, also die besseren Leistungen in der PKV, nicht berücksichtigt.

Trotzdem entscheiden sich Beamte vorwiegend für die private Krankenversicherung, da diese einen wesentlich besseren Versicherungsschutz bietet und beihilfekonform ist. Außerdem ist die Aufnahme durch das Öffnungsangebot wesentlich vereinfacht und ist fast mit den erleichterten Aufnahmekriterien einer GKV vergleichbar.

Wann lohnt sich die Öffnungsaktion für Beamte?

Zwei Aspekte sprechen in den meisten Fällen für die Nutzung der Öffnungsaktion der PKV, um einen erleichterten Zugang zu einer privaten Krankenversicherung zu erhalten.

Vorerkrankungen, die zu Risikozuschlägen oder Ausschluss führen könnten

Eine Personengruppe, für die die Öffnungsaktion der PKV von Vorteil ist, sind Beamte mit Vorerkrankungen, die im Normalfall zu extrem hohen Beiträgen oder zum Ausschluss führen könnten. Auch hier ist wieder wichtig, dass sie die Fristen und Bedingungen erfüllen, um für die Öffnungsklausel anspruchsberechtigt zu sein.

Das heißt, wenn du als Beamtenanfänger oder Beamtenanwärter eine Vorerkrankung oder Behinderung hast, die für die Versicherer ein Risiko darstellen, ist die Öffnungsaktion die beste Möglichkeit für dich, trotzdem in der PKV versichert zu werden. Und das mit einem relativ geringen Risikozuschlag.

Familienangehörige, die Beihilfeanspruch haben

Öffnungsaktionen wie die der PKV ermöglichen eine erleichterte Versicherung von Angehörigen. Dies betrifft jedoch nur Angehörige (Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Adoptivkinder), die Beihilfeanspruch haben und berücksichtigungsfähig sind.

Das heißt, wenn Familienangehörige Vorerkrankungen oder Behinderungen haben, die zur Ablehnung des Antrags führen könnten, können sie nun privat krankenversichert werden, ohne sehr hohe Zuschläge zahlen zu müssen.

Grundsätzlich empfiehlt sich, eine Beratung bei der Versicherungsgesellschaft zu vereinbaren, um genau zu verstehen, wer welche Tarife anbietet und welche am passendsten für dich sind.

Woher weiß ich, dass ich auf eure Empfehlungen vertrauen kann?

Viele bezeichnen sich als unabhängig, doch nur wenige sind es wirklich. Wir haben das Glück, dass wir finanziell nicht darauf angewiesen sind, Tarife zu empfehlen, die uns das meiste Geld einbringen.

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